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Parodontologie

Die Parodontitis, im Volksmund als Parodontose bekannt, ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Kieferknochens zeigt. Dadurch verlieren die Zähne immer mehr Halt und gehen schließlich verloren.

Parodontium, das ist der Zahnhalteapparat

 

Gesund:

Unter dem sichtbaren Zahnfleisch steckt der Zahn mit seiner Wurzel fest im Kieferknochen. Über starke Fasern ist er mit diesem verbunden.

Regelmäßige Professionelle Zahnreinigung (PZR) hilft, diesen Zustand zu erhalten.

 

 

Leichte Parodontitis:

Ist dieser Bereich entzündet spricht man von einer Parodontitis. Ursache sind Bakterien, die wir beim Zähneputzen nicht erreichen können. Zuerst entzündet sich nur das Zahnfleisch, es schwillt an und kann bei Berührung bluten. Dann beginnt der Faser- und Knochenabbau.

 

 

 

Mittelschwere Paradontitis:

Im weiteren Verlauf werden Faserapparat und Knochen immer weiter abgebaut.

Therapie ist nötig! – für Prophylaxe (Vorbeugung) allein ist es zu spät!

 

 

 

Schwere Parodontitis:

Werden jetzt immer noch keine geeigneten Gegenmaßnahmen eingeleitet, beginnen die Zähne sich zu lockern.

Es droht der Zahnausfall!

 

 

Bedrohung durch Parodontitis

 

*Quelle: Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudiex

 

Parodontose und Allgemeinerkrankungen

Vielfach unterschätzt wird die Wechselwirkung der Parodontitis mit dem Gesamtorganismus. Dabei ist bei aggressiven Formen der entzündete, oft sogar eiternde Zahnfleischanteil, würde man ihn aneinanderlegen, so groß wie eine Handfläche!

 

 

Achtung! Erhöhte Gefahr schwerer, sogar lebensbedrohlicher Erkrankungen durch Parodontitis!

 

Quelle: Interdisziplinäre Diagnostik – Initiative

 

Habe ich Parodontose?

Oft merkt man selbst gar nicht, dass man betroffen ist. Die Symptome sind unscheinbar:

· Zahnfleischbluten
· Mundgeruch
· Zahnstellungsveränderungen – Lücken werden größer
· Zahnlockerung – dann ist es schon fast zu spät!

Mit gezielter Diagnostik muss der Zahnarzt nach der Erkrankung suchen. Es genügen wenige Minuten zur sicheren Diagnose!

Je früher eine notwendige Behandlung eingeleitet werden kann, umso sicherer können Ihre Zähne erhalten werden.

 

Bin ich Risikopatient für schwere Parodontitis?

· Sind Sie Diabetiker?
· Sind Sie Raucher?
· Leiden Sie an Osteoporose?
· Haben Sie schon viele eigene Zähne verloren?
· Haben sie anhaltenden starken Mundgeruch?
· Beobachten Sie Zahnstellungsveränderungen?
· Beobachten sie Zahnlockerung

Wenn Sie eine der Fragen mit ja beantworten, sollten Sie ihre individuelle Situation beurteilen zu lassen.

 

Parodontaltherapie

Gesund:

Die beste Therapie ist die Vermeidung. Vorbeugung mit regelmäßiger guter eigener Mundhygiene gepaart mit regelmäßiger Professioneller Zahnreinigung (PZR) in der Praxis. Das reicht aus für alle leichten Erkrankungsfälle, um bezahnt alt zu werden.

 

 

 

Leichte und Mittelschwere Parodontitis:

Beginnt sich der Zahnhalteapparat mit seinen Fasern und dem Knochen bereits abzubauen, dann ist es für Prophylaxe allein zu spät. Schonende aber konsequent Reinigung der betroffenen Zahnoberflächen, ergänzt durch regelmäßige Parodontalerhaltungstherapie (PET) führen zu dauerhafter Stabilisierung. Entscheidend ist das regelmäßige Biofilmmanagement in der Zahnfleischtasche – also dort, wo sie selbst nicht mehr reinigen können.

 

 

Schwere Parodontitis:

Bei schweren und aggressiven Verlaufsformen der Parodontitis mit eitrigen Taschen und rasch fortschreitendem Knochenabbau ist eine konsequente und zielgerichtete Therapie erforderlich. Durch zusätzliche Keimbestimmungen und Enzymtests lässt sich die Therapierichtung optimieren. Eine konsequente lebenslange, medikamentös unterstützte Parodontalerhaltungstherapie (MUPET) vorausgesetzt, können stabile Langzeitergebnisse auch bei weit fortgeschrittenen Ausgangsbefunden erreicht werden.

Oft können Zähne noch lange erhalten werden, die von Ihnen bereits verloren geglaubt sind.

 

 

Der besondere Patientenfall

Der Patient suchte 2009 mit stark gelockerten Zähnen die Praxis auf. Er war immer in regelmäßiger Kontrolle, ließ zusätzlich Professionelle Zahnreinigung (PZR) durchführen und putzte gut. Kieferknochen und Faserapparar waren dennoch extrem stark abgebaut. Nun sollten die Zähne entfernt werden.

 

 

Die sofort eingeleitete konsequente Parodontaltherapie führte zur Ausheilung der Krankheit. Faserapparat und Knochen haben sich regeneriert.

Die Zähne sind alle wieder richtig fest. Inzwischen trägt der Patient neuen Zahnersatz. Die Prognose für die nächsten Jahrzehnte ist sehr gut!